Kategorie: Code

Der Abschied von WordPress.

written by gr4y on 1. Januar 2012 at 13:24 in Code, Tech, Text

Puh. Nun schreibe ich also den Artikel den ich versucht habe seit langem zu vermeiden. Längere Zeit suche ich schon nach einem CMS mit dem ich alles so flexibel umsetzen kann, wie ich es mir vorstelle. Und dieses CMS ist definitiv nicht WordPress, denn WordPress ist ein Blog-System. Ich möchte aber Inhalte verwalten und nicht nur Artikel.

Unter anderem stelle ich mir für Artikel und für Fotos getrennte Sektionen vor. Das lässt sich in WordPress zwar relativ gut mit den Custom Post Types umsetzen, aber wie der Name schon sagt sind es Posts, als Artikel.

Aktuell nutze ich nämlich diese Lösung und es fühlt sich für mich irgendwie eigenartig an. Denn hier “missbrauche” ich WordPress für etwas für das es einfach nicht gedacht ist. Ein kleines Beispiel: Ihr klickt, nachdem ihr den Artikel mal gelesen habt, mal auf Kreisrundes Geleuchte links oben unter Das Letzte. Wenn ihr den Artikel seht, dann schaut ihr noch einmal in das Menü in dem ihr gerade geklickt habt und was seht ihr? Genau. Der Link den ihr geklickt habt, ist verschwunden weil das vom Typ “Photo” ist und kein Artikel.

Vor einigen Tagen habe ich angefangen eine neue Webanwendung in Ruby zu schreiben und ich werde in den nächsten paar Monaten wohl einen VServer mieten damit ich endlich von PHP weg komme. PHP verursacht bei mir nämlich große Schmerzen, vor allem unter Betracht der vorhandenen Frameworks.

Nachtrag zur Google+ App für iOS.

written by gr4y on 20. Juli 2011 at 22:40 in Code, Text

Wie mir Ralph gestern bei Facebook schrieb zeigte ihm sein iTunes eine Meldung dass das iPad kein GPS-Modul hätte und er deshalb die Google+ App nicht installieren kann. Nachdem ich nun ein wenig in der Dokumentation von Apple recherchiert habe, fand ich auch einen zutreffenden Punkt.

Nämlich kann man einer App mit geben was das Gerät mindestens haben muss. Beispielsweise kann man eine App nur auf Geräte mit Kamera beschränken oder eben nur auf Geräte mit einem Gyroskop. Google hat in der Konfiguration also festgelegt dass die App nur auf Geräten laufen darf die Location-Services und GPS haben.

Exakt so steht das nämlich auch in der Apple Dokumentation:

You should require GPS only if your application needs location data more accurate than the cell or Wi-fi radios might otherwise provide

Was Google damit bezwecken will, ist mir persönlich weiterhin unklar. Merkwürdig ist das allerdings schon, denn es gibt keinen Grund der für diese Entscheidung spricht, der kein schlechtes Licht auf Google wirft. Vielleicht bemerkt Google den Fehler in einer zukünftigen Version der App und sie ist bald mal auf allen iOS-Geräten verfügbar. Zu wünschen wäre es, denn die Website macht definitiv wenig Spaß.

Really Google?

written by gr4y on 19. Juli 2011 at 22:37 in Code, Tech, Text

Heute kam die von uns Apple-Fanboys lang erwartete Google+ App in den iTunes Store. Als jammernder iOS-Nutzer bekam man ja von den Android-Fanboyen ständig um die Ohren geschlagen wie toll die App für Android wäre. Dass mich das im Grunde genommen absolut nicht interessiert habe ich an mehreren Stellen klar kommuniziert.

Nun aber zu der iOS-App für Google+: Wirklich tolle App muss ich wirklich sagen! Stürzt auch nie ab, weil ich die Scheisse nicht installieren kann. iTunes verweigert mir den Sync auf mein iPad mit der Meldung dass dieses Gerät nicht unterstützt ist. Und auf meinem iPod touch der dritten Generation, bei dem ich aktuell den App-Sync deaktiviert habe, kann ich die App auch nicht aus dem App-Store laden.

Mir sind drei Gründe bekannt wieso man Apps nicht aus dem App-Store laden kann: Entweder ist die iOS-Version nicht kompatibel, das Gerät enthält keine Kamera oder hat keinen Dual-Core Prozessor. Da es sich hier nur um einen Client für einen Webservice handelt vermute ich mal dass es nicht an dem nicht vorhanden Zweitkern liegt. Und auch die iOS-Version 4.3.3 dürfte kompatibel sein, was aber nachweislich fehlt ist eine eingebaute Kamera.

Und hier möchte ich eine Frage in den Raum werfen: Really Google? Anderen Entwicklern scheint es ja bisher auch gelungen zu sein ihre Anwendungen so zu programmieren dass man deren App auch ohne Kamera benutzen kann. Und wenn wir hier nicht von Google reden würden, würde ich mich gar nicht so sehr darüber aufregen. Und was ich an dieser Stelle auch noch sagen möchte: Diese WebApp-UIKit-Fakes sind auch so langsam tot. Das ganze lässt sich nämlich bedienen als hätte man an jeder Hand vier Handschuhe übereinander an.

Eingerahmtes PHP zum wegwerfen.

written by gr4y on 12. Juni 2011 at 22:27 in Code, Tech

oder: Die Suche nach einem PHP-Framework.

Meine Geschichte als Programmierer begann so gegen 2000, als ich mich das erste mal mit Internetseiten beschäftigte. So gegen 2001 habe ich dann mit PHP angefangen und seitdem immer wieder Webseiten programmiert. Vor drei bis vier Jahren kam dann eine ausbildungsbedingte Leidensphase in der ich mich mit dem .NET-Schwachsinn von Microsoft beschäftigten musste.

Gegen 2008 habe ich das letzte System in PHP geschrieben, aber nie richtig fertig gestellt. Dennoch war es so weit sicher und bis letzte Woche im Einsatz. Das Problem an dem System: Es müsste jetzt aber angepasst werden, was sich bei prozeduralem Code nicht wirklich angenehm gestaltet. Deshalb stand nun auf meinem Plan ein zeitgemäßes neues System zu schreiben. Und dafür habe ich ein modernes PHP-Framework gesucht und mich knapp 24 Stunden damit beschäftigt.

Da ich vor zwei Jahren einen kurzen Ausflug mit Zend Framework gemacht habe und damit alles andere als zufrieden war, habe ich das schon komplett ausgelassen. Angefangen habe ich gestern dann mit Symfony, welches ich im großen Ganzen ganz sympathisch fand. Allerdings ist Symfony für meinen Anwendungsfall zu komplex. Das wäre so als würde ich mit Fernsehtürmen auf Dartscheiben werfen.

Nummer 2 in meiner Testreihe war der CodeIgniter. Hier scheiterte ich schon daran die Installationsanleitung zu befolgen. Doch ich bin ja nicht blöd und hab es dann nach einem kleinen Kampf geschafft. Was mir an CodeIgniter nicht gefällt: Ich muss meine Views explizit laden, doch in meinen Augen ist das der Job eines MVC-Frameworks.

Nummer 3 war CakePHP. Tschuldigung, aber der Scheiss ist einfach nur unbrauchbar. Und als Nummer 4 habe ich mich dann für ein komplett unbekanntes entschieden, welches mir bei github über den Weg lief. MicroMVC nennt sich dieses tolle Gerät, allerdings gibt es da ein essentielles Problem für mich: CRUD ist so unmöglich da man für jede Aktion einen eigenen Controller implementieren müsste. Das sorgt zwar für übersichtlichen Code, ist aber für mich nicht praktikabel. Und an diesem Punkt habe ich aufgegeben nach einem PHP-Framework zu suchen. Eigentlich hätte ich von vornherein lieber eine Rails Application geschrieben, denn da fühle ich mich wenigstens wohl, aber Ruby ist ja leider nicht sonderlich verbreitet im Webhosting.

Schon heute morgen twitterte mir @mthie einen Link zu dem PHP-Toolkit Kirby. Und nach einem kleinen Test habe ich mich nun dafür entschieden. Vielleicht ist es in drei Jahren ja dann endlich so weit und Ruby hat diesen uralten Mist verdrängt, oder es gibt ein Framework dass man gebrauchen kann und bei dem man nicht noch schnell vier Bücher lesen muss. Wünschenswert wäre für mich beides.