Der Abschied von WordPress.

written by gr4y on 1. Januar 2012 at 13:24 in Code, Tech, Text

Puh. Nun schreibe ich also den Artikel den ich versucht habe seit langem zu vermeiden. Längere Zeit suche ich schon nach einem CMS mit dem ich alles so flexibel umsetzen kann, wie ich es mir vorstelle. Und dieses CMS ist definitiv nicht WordPress, denn WordPress ist ein Blog-System. Ich möchte aber Inhalte verwalten und nicht nur Artikel.

Unter anderem stelle ich mir für Artikel und für Fotos getrennte Sektionen vor. Das lässt sich in WordPress zwar relativ gut mit den Custom Post Types umsetzen, aber wie der Name schon sagt sind es Posts, als Artikel.

Aktuell nutze ich nämlich diese Lösung und es fühlt sich für mich irgendwie eigenartig an. Denn hier “missbrauche” ich WordPress für etwas für das es einfach nicht gedacht ist. Ein kleines Beispiel: Ihr klickt, nachdem ihr den Artikel mal gelesen habt, mal auf Kreisrundes Geleuchte links oben unter Das Letzte. Wenn ihr den Artikel seht, dann schaut ihr noch einmal in das Menü in dem ihr gerade geklickt habt und was seht ihr? Genau. Der Link den ihr geklickt habt, ist verschwunden weil das vom Typ “Photo” ist und kein Artikel.

Vor einigen Tagen habe ich angefangen eine neue Webanwendung in Ruby zu schreiben und ich werde in den nächsten paar Monaten wohl einen VServer mieten damit ich endlich von PHP weg komme. PHP verursacht bei mir nämlich große Schmerzen, vor allem unter Betracht der vorhandenen Frameworks.

App aus iTunes auf iGerät pushen.

written by gr4y on 31. Dezember 2011 at 16:48 in Text

Ein Feature dass ich seit mindestens zehn Jahren schmerzlichst vermisse: Eine App aus iTunes vom Mac aus auf mein iPad zu pushen. Und gerade eben stellte ich fest: Das Feature existiert zumindest zum Teil und das ist gar nicht mal so unlogisch wenn man mal drauf gekommen ist.

App aus iTunes auf iGerät pushen

Zuerst müsst ihr den WLan-Sync aktivieren, damit das iGerät auch ohne Kabel in iTunes angezeigt wird. Dann ist es eigentlich recht einfach. Ihr geht in eure App-Liste in iTunes, wählt die Apps aus die ihr auf das iGerät pushen wollt und dann zieht ihr die Icons auf das iGerät in der linken Spalte und lasst los.

Danach beginnt iTunes den Sync, was eine kleine oder große Weile dauert. Ich finde das wesentlich angenehmer, als zu überlegen wie die App heißt die man jetzt auf seinem iPad hätte, diese dann im iTunes AppStore zu suchen und erneut über das langsame DSL hier zu laden.

Über meine Antipathie zu Windows, inklusive Zukunftsprognose.

written by gr4y on 28. Oktober 2011 at 08:30 in Text

Eigentlich wollte ich ja schon längst mal einen Beitrag darüber schreiben warum ich Windows seit XP ordentlich satt habe. Zum Beispiel habe ich ungefähr 21 Neuinstallationen von Windows XP innerhalb zwei Jahren Berufsfachschule durchgeführ, da immer etwas nicht oder nicht mehr funktionierte. Während man bei Linux in einem Systemlog suchen kann, was schief lief, bietet einem Windows nur Ereignisse. Meistens sind diese aber ungefähr so aussagekräftig wie ein überfahrener Igel. (Wobei man bei einem Igel wahrscheinlich noch über das Profil des Autoreifens… Egal.)

Aber das ist ja noch nicht alles, denn ich habe heute zum ersten mal ein Windows XP installiert dass so Original war wie noch nie. Und ich habe dabei festgestellt: Die Windows-Aktivierung ist schlimmer als ich jemals geträumt hätte. Nachdem ich nämlich alle Treiber und das Service-Pack 3 installiert hatte, habe ich das Notebook dann in mein WLAN eingeklinkt, damit ich die restlichen Updates, Firefox und Avira installieren konnte. Davor fiel mir die Aktivierung wieder ein, welche ich dann auch mal durchführen wollte. 10 mal. Alle 10 Versuche endeten mit der Fehlermeldung dass diese Kopie von Windows XP nicht aktiviert werden könnten. Die Alternative, bei Microsoft anzurufen und eine Nummer mit 54 Stellen durchzugeben war mir dann doch blöd genug um den Vorgang erstmal abzubrechen.

Also startete ich erstmal die automatischen Updates, wodurch mir zuerst einmal ein Internet Explorer um die Ohren geschlagen wurde, in dem mir Nahe gelegt wurde am besten doch gleich eine Lizenz für Microsofts aktuellste Version der in Software gegossenen Bedrohung zu kaufen, was sie wohl unter dem Namen Windows 7 vermarkten. (Natürlich. Windows 7 ist wesentlich besser als Vista. Für mich dennoch absolut unbrauchbar.)

Nach knapp einer Stunde waren alle Updates aus dem Netz auf das Notebook gefallen, was mich bei der hier vorhandenen DSL-Geschwindigkeit von rasanten 120kb/s wirklich beeindruckt hat. Dass ich dabei nicht sehen konnte wie viele Updates denn schon geladen waren und wie lange es noch dauern würde, Geschenkt. Windows hat es ja sowieso nicht unbedingt mit präzisen Zeitangaben, was Kopiervorgänge betrifft.

Und nach einer weiteren Stunde waren alle 106 Updates (seit Service-Pack 3 [sic!!!]) installiert und Windows wollte mal wieder das tun was es am allerbesten kann: Neu starten. Nach dem Neustart präsentierte mir Windows einen Raubmordkopierabwehr-Dialog, welcher mir sagte ich könnte Windows doch langsam auch mal aktivieren, denn so könnte es die Echtheit der Kopie verifizieren. Bevor ich allerdings die Aktivierung startete ging ein Internet Explorer auf der mir wieder einmal die Empfehlung gab doch lieber gleich ein schnuckeliges Windows 7 zu kaufen. Als ich dann meinen ungefähr siebten Wutanfall hinter mir hatte, habe ich es dann doch mal geschafft die Aktivierung erneut zu starten. Nach zwei Klicks passierte etwas für mich inzwischen unfassbares. Es zeigte mir die Meldung dass die Windows-Kopie erfolgreich aktiviert wurde. Hurra! Nun folgte noch Avira und Firefox und morgen kommen noch einige kleinere Programme drauf.

Hat Windows eine Zukunft?

Vor einiger Zeit hat Microsoft die Entwickler-Version von Windows 8 zum Download zur Verfügung gestellt und da ich ja nicht als Verweigerer von tollen neuen, die Welt verändernden Betriebssystemen gelten möchte, habe ich mir das Drama mal näher angesehen und war ziemlich geschockt. Windows, so wie es bisher jeder kannte, befindet sich jetzt hinter einem Kärtchen in der neuen grafischen Oberfläche die Microsoft als Metro bezeichnet.

Ich sehe in Windows 8 und eigentlich in Windows im Allgemeinen eine große Bedrohung. Viele Leute haben sich inzwischen schon an den Haufen Scheisse gewöhnt mit dem sie da täglich arbeiten müssen und stellen sich nicht die Frage ob es vielleicht nicht doch etwas gibt was für sie funktioniert. Mein Gefühl: Microsoft wird sich mit Windows 8 in eine Richtung manövrieren die sich hauptsächlich auf die Normalnutzer konzentriert, die eben eher technikfeindlich eingestellt sind und sich nicht wirklich damit beschäftigen wollen wie dieser ganze Quatsch funktioniert.

Für mich ist Windows absolut nicht brauchbar, denn es gibt etwas sehr essentielles, ohne das ich nicht arbeiten kann. Und zwar: Ein Terminal, welches nicht von jemandem konzipiert wurde, der sich hauptsächlich auf Kinderspielzeug spezialisiert hat. Was Windows als Terminal anbietet, sortiere ich eher in die Kategorie Kinderspielzeug. Das Terminal brauche ich vor allem, weil ich git darüber nutze. Ich komme nicht damit klar in einem grafischen Interface etwas zusammen zu klicken, wenn ich das auch in der Hälfte der Zeit über einige Befehle in der Kommandozeile erledigen kann. Außerdem programmiere ich durchschnittlich oft Ruby und im äußersten Notfall noch PHP. Während PHP mit relativ wenig Schmerzen unter Windows lauffähig ist, wird es mit Ruby schon wesentlich unangenehmer, vor allem wenn man mehrere Versionen von Ruby laufen lassen möchte, was nötig ist weil man seinen Code auf mehreren Versionen testen sollte.

Und aktuell beschäftige ich mich in meiner Freizeit noch mit der Entwicklung von Apps für iOS, sofern ich nicht gerade episch lange Artikel verfasse, oder Windows neu installiere. Für mich, wird es in nächster Zeit also keinen Rückweg zu Windows geben. Eher werde ich noch einen Mac kaufen und damit meinen Windows-PC ersetzen, eben weil ich mit Mac OS X wesentlich produktiver sein kann als wie ich es jemals mit Windows war.

Leipziger Platzroulette.

written by gr4y on 5. Oktober 2011 at 10:51 in Text

Ich sag euch, das was jetzt kommt ist für mich definitiv der Witz des Jahretausends. Und zwar gibt es hier in Leipzig den Wilhelm-Leuschner-Platz. Da Leipzig ja einen sehr große geschichtliche Vergangenheit hat, bezüglich der friedlichen Revolution sucht man schon seit längerem eine Möglichkeit diese Sache zu würdigen. Ein Denkmal war ja auch schon seit längerem geplant, sofern ich die Schlagzeilen in den letzten Jahren überflogen habe. Und jetzt hat man wohl die absolute Wahnsinnsidee. Man nennt den Wilhelm-Leuschner-Platz einfach um in Platz der friedlichen Revolution.

Und jetzt zur Pointe in dem ganzen Ding: Natürlich möchte man Wilhelm Leuschner nicht aus dem Stadt verbannen und so sucht man jetzt einen anderen Ort den man dann umbenennen würde. Leute, ich habe Tränen gelacht und dazu gibt es eigentlich nur noch eins zu sagen:

Quelle: LVZ-Online

minimales Redesign

written by gr4y on 24. August 2011 at 23:19 in Text

Bisher war ich mit der Darstellung des fließenden Texts nicht sonderlich zufrieden, daher habe ich mich eben mal damit beschäftigt und das ganze etwas verschönert. Der Font ist Helvetica Neue, als Fallback käme Helvetica und als Fallback für den Fallback Arial zum Einsatz. Und falls selbst Arial nicht vorhanden ist, ist es sowieso ziemlich egal, denn dann explodiert der Rechner automatisch nach 3 Sekunden. (Kleiner Scherz.) Eigentlich habe ich erst überlegt als Fallback für Arial noch Comic Sans anzugeben, doch das wollte ich dann doch lieber nicht. Ich will ja nicht dass jemand denkt der Quatsch wäre eine ernsthafte Alternative zu Helvetica.

Getestet habe ich das ganze bisher nur auf einem belöwten Mac mit Safari 5.1, Google Chrome 13.0 und Firefox 5.0. Da ich gerade nicht so wirklich Lust habe die Windose und den bepinguinten Laptop extra dafür hochzufahren, verschiebe ich den Test dann mal auf morgen. Eigentlich gehe ich aber davon aus dass alle modernen Browser, deren Namen nicht auf Explorer enden, alles so weit korrekt darstellen. Und falls jemand die Seite mit lynx ansurft ist dem ja sowieso nicht mehr wirklich zu helfen.

Die Safari-Nutzer können sich übrigens über automatische Silbentrennung freuen. Nutzer der anderen Browser, merken davon aktuell noch nichts, doch das ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Fehler und Meinungen können mir gern per Facebook, Google+, Twitter oder E-Mail vorgeworfen werden.

Danke, mal wieder, an @c_pra für die typografische Beratung.

Der heilige Google und der neue Motorol(l)a

written by gr4y on 19. August 2011 at 13:41 in Tech, Text

Am Anfang der Woche hat Google den Deal des Jahres bekannt gegeben. Google übernimmt, sofern alles klappt und sich die US-Kartellbehörde nicht quer stellt in naher Zukunft die Telefonsparte von Motorola. Seit der Bekanntgabe verteilen diverse Medien jeden Tag neue analytische Begründungen wieso Google Motorola denn wohl gekauft haben könnte. Kurz nach dem Kauf wurde geschrieben Google würde nur das offene Betriebssystem Android schützen wollen, was die CEOs der vier Konzerne HTC, Sony, Samsung und LG in einem sehr auffallend gleichen Wortlaut beklatschten.

Mitte der Woche, kamen dann mal ein paar Realisten aus den, schwer unter Beschuss stehenden Löchern gekrochen und stellten fest Google hätte durch die Übernahme von Motorola, sofern sie denn erfolgreich abläuft, wesentlich mehr Patente als Apple und Microsoft. Und natürlich heute kommen wieder einer um die Ecke, streichelt Google sanft über den Kopf und meint das Google dies ja doch nur machen würde um die Arbeitsplätze bei Motorola zu schützen.

Liebe Vollzeit- und Pseudojournalisten, sind wir dann langsam mit allen aberwitzigen Theorien und Begründungen durch und können uns wieder auf spannendere Themen konzentrieren? Beispielsweise über den Untergang von HP? Aber ich wette da dauert es nicht lange bis sich ein Techblogger in epischer Form darüber auslässt wie schlecht webOS denn wäre.

Nachtrag zur Google+ App für iOS.

written by gr4y on 20. Juli 2011 at 22:40 in Code, Text

Wie mir Ralph gestern bei Facebook schrieb zeigte ihm sein iTunes eine Meldung dass das iPad kein GPS-Modul hätte und er deshalb die Google+ App nicht installieren kann. Nachdem ich nun ein wenig in der Dokumentation von Apple recherchiert habe, fand ich auch einen zutreffenden Punkt.

Nämlich kann man einer App mit geben was das Gerät mindestens haben muss. Beispielsweise kann man eine App nur auf Geräte mit Kamera beschränken oder eben nur auf Geräte mit einem Gyroskop. Google hat in der Konfiguration also festgelegt dass die App nur auf Geräten laufen darf die Location-Services und GPS haben.

Exakt so steht das nämlich auch in der Apple Dokumentation:

You should require GPS only if your application needs location data more accurate than the cell or Wi-fi radios might otherwise provide

Was Google damit bezwecken will, ist mir persönlich weiterhin unklar. Merkwürdig ist das allerdings schon, denn es gibt keinen Grund der für diese Entscheidung spricht, der kein schlechtes Licht auf Google wirft. Vielleicht bemerkt Google den Fehler in einer zukünftigen Version der App und sie ist bald mal auf allen iOS-Geräten verfügbar. Zu wünschen wäre es, denn die Website macht definitiv wenig Spaß.